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Dicsdogging

 

Discdogging

Seit dem Jahr 2007 spielen wir mit Alina Discdogging, auch Dog Frisbee genannt, seit 2008 auch mit Banjo. Kennen gelernt haben wir den Sport durch verschiedene Vorstellungen an Pferdemessen und Hundeausstellungen. Es war faszinierend zu sehen, mit welcher Eleganz und Wendigkeit die Hunde durch die Luft "flogen" und die Frisbee fingen. Verbunden mit zahlreichen Elementen aus dem Dog Dancing wurden phantasievolle Shows gezeigt. Beeindruckend war vor allem auch das Zusammenspiel von Mensch und Hund. Auf kleinste Gesten ihres Menschen reagierten die Hunde, zeigten Kunststücke oder flitzten mit der Frisbee um die Wette, sprangen in die Luft und brachten die Frisbee schnellst möglich zurück.

Discdogging ist ein Sport, bei dem es sehr darauf ankommt, die richtigen Techniken, Würfe und Kommandos anzuwenden. Besonders für den Hundehalter ist dies am Anfang eine sehr schwere Aufgabe.

Wir hatten uns entschieden, die Sportart von Grund auf zu lernen und uns nach Angeboten in unserer Gegend zu erkundigen. Alina und auch Banjo haben erfolgreich zusammen mit uns Grundkurse, Fortgeschrittenenkurse und fortlaufende Kurse besucht.

Um die richtigen Techniken zu erlernen ist es sehr ratsam, einen Kurs zu besuchen. Dort sollte man über die Wurftechniken (Vorhand, Rückhand, Bodenroller etc.), die richtigen Frisbeescheiben, Kommandos und Spieluntergründe informiert werden. Besonders wichtig für den Hund ist das kontrollierte Abspringen und Landen. Viele Hunde haben noch nicht gelernt, gezielt ihre Hinterhand beim Abspringen mitzunehmen und springen deshalb sehr schief in die Luft und kommen auch ebenso wieder auf. Durch spezielles Training kann dies geübt werden.

Grundsätzlich kann man Discdogging mit allen Hunden spielen, jedoch sollte es dem jeweiligen Hund nach Alter, Gesundheitszustand und Körpergröße angepasst sein. Die Wurfhöhe und -weite spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der passende Untergrund.

Als Untergrund sollte man auf keinen Fall Asphalt oder Steinfußböden wählen, harte Untergründe sind grundsätzlich ungeeignet. Gespielt werden kann zum Beispiel auf einer weichen ebenen Wiese. Wichtig ist auch, hier auf Hindernisse und Stolperlöcher zu achten. Im Spiel ist der Hund so auf die Frisbee und seinen Menschen konzentriert, dass er nicht mehr auf seine Umgebung achtet.

Wenn man aktiv Discdogging spielt, sollte man den Hund im Alter von circa 1 ½ Jahren auf HD und ED untersuchen lassen auch es ist wichtig, auf ein angemessenes Körpergewicht des Hundes zu achten.

Ein verantwortungsvoller Hundebesitzer sollte seinen Hund mehrere Stunden vor dem Spiel nicht füttern, da ansonsten die Gefahr einer Magendrehung besteht. Auch das Ende des Spiels muss vom Menschen bestimmt werden, da der Hund seine Grenzen nicht einschätzen kann und nahezu endlos die Frisbee holen würde.

Im Discdogging gibt es seit einigen Jahren auch richtige Wettkämpfe, bei denen es mehrere Disziplinen gibt:

Mini Distance

Beim Mini Distance wird in einem markiertem 20 x 50m Feld gespielt. Der Hund hat die Aufgabe, innerhalb von 60-90 Sekunden möglichst viele Scheiben zu fangen. Gezählt werden nur die Scheiben, die aus der Luft gefangen wurden. Das Spielfeld ist dabei in verschiedene Wertungszonen eingeteilt: je weiter der Wurf umso mehr Punkte werden vergeben. Je nach Wertungszone und gefangener Frisbee ergibt sich so ein Punktestand. Wichtig ist auch, dass der Hund immer wieder zurück zum Mensch muss.

Long Distance

Bei der Long Distance gibt es im Gegensatz zur Mini Distance keine zeitliche Beschränkung. Hier kommt es vielmehr auf die Wurfweite an. Je weiter ein Wurf ist, desto mehr Punkte bringt er. Jedes Mensch-Hund-Team hat dabei drei Versuche. Der weiteste Wurf, der vom Hund gefangen wurde, wird dann in die Wertung aufgenommen.

Freestyle

Beim Freestyle wird zu einer zweiminütigen Musik eine Kür gezeigt, dabei werden Elemente aus dem Dog Dance oder Trick Training mit rasanten Sprüngen kombiniert. Erlaubt sind hierbei bis zu sieben Scheiben. Im Wettkampf wird dabei besonderer Wert auf das Zusammenspiel des Mensch-Hund-Teams gelegt und die Abstimmung der Choreografie auf die Musik, die gefangen Würfe und natürlich die Wurftechnik sowie die Schwierigkeit der gezeigten Elemente bewertet.

Auch die Auswahl der Frisbee ist sehr entscheidend. Auf jeden Fall sollte man spezielle Scheiben für Hunde kaufen. Diese sind den Bedürfnissen des Hundes angepasst und führen nicht so leicht zu Verletzungen. Auf keinen Fall sollte man mit "normalen" Firsbeescheiben spielen, da diese leicht splittern können und nicht bruchfest sind, dies kann zu schweren Verletzungen im Hundemaul führen. Generell sollten sich die Frisbees gut knautschen und falten lassen. Für den Australian Shepherd bieten sich sogenannte bissfeste Frisbees an, da dieser einen kräftigen Kiefer hat und beim Fangen ordentlich zubeißen kann. Für Hunde die empfindlicher sind, gibt es auch sehr weiche Frisbees. Auch die jeweilige Wetterlage sollte, bei der Wahl der Frisbee berücksichtigt werden. Bei großer Kälte werden die "normalen" Frisbees oft sehr starr und der Hund verletzt sich leichter. Hier empfiehlt sich eine "frostbite" Frisbee, die auch bei Kälte noch flexibel bleibt. Nach einem Spiel sollte man mit einem kleinen Stück feinen Schmirgelpapiers entstandene Kerben und Ecken beseitigen.

Bei Discdogging ist es sehr wichtig, dass der Hund einen guten Grundgehorsam hat, sich auch mal ablegen lässt wenn Herrchen und Frauchen üben, sich bei Gefahr auch mal von der Frisbee abrufen lässt und es akzeptiert, wenn ein anderer Hund an der Reihe ist. Bei unseren Hunden haben wir es als sehr positiv erfahren, Dinge des täglichen Lebens, wie das Ablegen, Sitzen, Stoppen usw. mit dem Sport zu kombinieren.

Die Hunde entwickeln beim Frisbee spielen einen hohen Beutetrieb, der kontrolliert werden muss. Deswegen ist es sehr wichtig, sich vom Hund nicht drängeln zu lassen und auch viel Ruhe bzw. Ruhephasen in das Spiel zu bringen.

 

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